Hallo,
meine Frau hat sich ca zu Halloween 2024 von mir getrennt. Wir waren 12 Jahre verheiratet. Sie hat einen 5 Jahre jüngeren /Edit// kennengelernt und ist zu ihm nach //Edit: Wohnort// gezogen, wir wohnen im //Edit: Wohnort//. Sie kommt nur am Wochenende, alle 2 oder 3 Wochen mal zu Besuch um die Kinder zu sehen. Sonst herrscht kein Kontakt. Ich bin Vollzeit arbeiten (40h) die Woche, neben der Kinderbetreuung, -abholen und bringen, bin ich noch für den kompletten Haushalt, Arzttermine, Schultermine und alle anderen Termine allein verantwortlich. Die Kinder nimmt das natürlich auch mit. Meine Frau kann die Kinder nicht nehmen, da sie mit ihrem neuen Freund in einer 2-Raumwohnung lebt un dort kein Platz ist. Desweiteren, muss ich ihr zugute halten, möchte sie die Kinder nicht aus der gewohnten Umgebung rausreissen, hier sind ihre Freunde, ihre Großeltern, ihre Wohnung, ihr Spielplatz, ighre Schule, ihre Ärzte, einfach alles.
Nun sind meine Kinder ständig krank, zumindest behauptet das der Hort. Seit mittlerweile 7 oder Wochen ruft jede Woche der Hort an, ich möchte doch bitte ein Kind abholen. Mal hat es Kopfschmerzen, mal ist es am einschlafen, mal sind es Bauchschmerzen oder ihnen geht es nicht gut etc. Jede Woche seit 2 Monaten! Ich weiß nicht, wie lange mein Arbeitgeber da noch mitspielt, dass ich jede Woche mindestens ein Kind aus der Schule oder Hort abholen soll.
Meine Frage: Wo und wie kann ich mir Unterstützung holen? Ich habe immer mehr Gedanken, die Kinder notfalls in ein Heim zu geben. Ich liebe sie, aber zur Mutter können und dürfen sie nicht und ich packes nicht allein. Wenn sie gesund sind, sehr gern...aber nicht seit 2 Monaten ständig krank wegen kleinen Wehwehchen, wo ich sie aus dem Hort abholen muss.
Wer kann mir Ratschläge geben?
//Edit: bke-Stephan-Bäcker: Bitte keine Ortsnamen posten, um die Anonymität zu wahren//
Guten Morgen,
zum Glück haben Sie einen verständnisvollen Arbeitgeber und es gibt die Großeltern, die unterstützen, wo Sie können.
Doch das reicht den Kindern nicht, sie haben Angst, Sie auch noch zu verlieren. Die Mutter ist weg und kommt nur sporadisch zu Besuch, es gibt zu wenig und zu unregelmäßig Umgang.
Also versuchen die beiden (ohne Vorsatz) für viel Umgang mit Ihnen zu sorgen, sie wollen sich rückversichern, dass Sie bleiben.
Versuchen Sie mit Ihnen darüber zu reden, sagen Sie den beiden, dass Sie bleiben und dass es wichtig ist, dass sie in den Hort gehen, damit Sie alle das Leben gut hinbekommen.
Da kann eine Erziehungsberatung schon recht hilfreich sein.
bke-Claudia Rohde
Vielen Dank für die Antworten. Meine Kinder sind aktuell 6 und 9 Jahre. Zum Glück unterstützen mich beide Großeltern, doch auch sie geraten immer mehr an ihr Limit mit über 70 Jahren. Ich bin selber in einer Sozialberatung von meinem Arbeitgeber, die mich eng begleitet und meine Überforderung spürt. Dank ihr habe ich kurzfristig einen Termin bei dem Jugendamt und einer Erziehungsberatung gefunden, wo auch Trennungskinder sich untereinander unterhalten können. Ich hoffe, das entspannt die Situation. Auch heute rief wieder der Hort von den Ferienspielen an, meinen Kindern geht es nicht gut, sie hätten Bauch- und Kopfschmerzen. Kaum wurden sie abgeholt, spielen sie Zuhause wieder verrückt,zicken sich an und haben weder das eine noch das andere. Sie wollten einfach nach Hause zum Papa. Alles schön und gut, aber 24/7 beim Papa, der auch noch arbeiten muss...ist echt hart.
Ich arbeite zum Teil schon im Home-Office, trotzdem muss ich 2 x die Woche ins Büro. Kürzer arbeiten kann ich nicht, sonst kann ich finanziell das Leben nicht stemmen, Miete, Strom, Auto(Brauch ich auf dem Land um die Kinder wieder abzuholen oder zu Arztterminen etc). Unterhalt bekomm ich nicht von der Ex-Frau, sie ist in einer Umschulung und wir sind noch nicht geschieden.
Insofern bin ich für jeden Ratschlag und Tipps sehr dankbar🙈
....jetzt haben 2 Mods gleichzeitig geschrieben 😀, Sie haben also eine doppelte Beratung bekommen, was gibt es Besseres 😇? Mein Kollege hatte allerdings ähnliche Gedanken, wie ich, Sie können sich jetzt das herausziehen, was zu Ihnen passt.
Nochmal viele Grüße,
bke-Stephan-Bäcker
Hallo Landkreisleipziger,
willkommen im Elternforum der bke-Onlineberatung. Mein Nickname ist bke-Stephan-Bäcker, ich gehöre zum Moderationsteam.
Ihre Frau, die Mutter Ihrer gemeinsamen Kinder ist ausgezogen, lebt jetzt mit einem anderen Mann zusammen. Sie sind froh, dass sie die Kinder im gewohnten Umfeld gelassen hat. Mit einer Vollzeitstelle haben Sie jetzt besonders viel um die Ohren und wissen gerade nicht, wie Sie das alles bewältigen sollen. Das hört sich auch echt alles sehr anstrengend an.
Ganz am Anfang möchte ich Ihnen schreiben (auch wenn Ihnen das klar ist, möchte ich das dennoch tun): Die Kinder können nichts dafür, dass die Mutter sich von Ihnen getrennt hat. Sie alle müssen die Situation dennoch gemeinsam aushalten und bewältigen. Das ist schwierig, meiner Meinung nach aber machbar. Aber wie? Das gilt es, nach und nach zu organisieren. Und es wird ein wenig Zeit brauchen. Die Trennung ist noch ziemlich frisch und es ist klar, dass es noch keine Routine gibt. Sie fragen, wo gibt es Unterstützung?
Ich denke mal laut:
Wer aus Ihrem Freundeskreis, aus Ihrer Verwandtschaft, aus der Nachbarschaft wäre denn bereit, mal einzuspringen, wenn ein Kind früher abgeholt werden muss?
Könnten Sie einen Aushang machen, dass Sie einen Job für eine/n Jugendlichen zu vergeben haben? Ab und an auf die Kinder aufzupassen?
Ist es möglich, ein paar Monate Ihre Arbeitszeit zu reduzieren, bis sich mehr Routine eingestellt hat? Oder ist es möglich, auch im Homeoffice zu arbeiten?
Manchmal gibt es vor Ort sogenannte Familienpaten, die helfen können. Ihr Jugendamt weiß Bescheid, ob es so etwas gibt und an wen Sie sich wenden können. Vielleicht hätte das Jugendamt auch noch andere Ideen.
Die Kinder in ein Heim zu geben erscheint mir eine sehr krasse Maßnahme. Ganz sicher würden sich die Kinder betraft fühlen für etwas, für das sie keinerlei Verantwortung haben. Die Beziehungen zu den Eltern wären nahezu abgebrochen. Das würde sicher zu großen Schwierigkeiten führen. Wenn es allerdings gar nicht anders geht, wäre auch das eine Möglichkeit, die jedoch nicht ohne gravierende Folgen bleiben würde. Auch hier könnte Sie das Jugendamt beraten.
Das waren meine ersten Gedanken. Und: Ich habe aus Ihrem Posting die Ortsangaben heraus genommen, damit Ihre Anonymität gewahrt bleiben kann.
Haben Sie, liebe Eltern, noch Ideen, die helfen könnten?
Ganz viele mutmachende Grüße schickt
bke-Stephan-Bäcker
Hallo, Herr Landeskreisleipziger,
mein Name ist bke - Christian Koch - ich habe gerade die Moderation im Forum.
Ihren Beitrag habe ich gelesen - Ihre Fragestellungen sind klar.
-
Nicht deutlich ist mir, wieviele (gemeinsame) Kinder Sie haben, und wie alt Ihre Kinder aus der 12 - jährigen Ehe sind.
-
Ein 40h - Vollzeitjob und dazu alleinerziehend: das ist kaum zu schaffen, ohne dass irgendjemand mithilft.
Offenbar gibt es keine klare Umgangsregelung zwischen der Mutter und Ihnen.
Immerhin: sie kommt zu Ihnen,, um die Kinder zu sehen.
Ist es ihr dann möglich (weil Sie einverstanden sind), dass die Mutter im Haus mit den Kindern zusammen ist?
Was hindert die Mutter, viel öfter da zu sein?
-
Wenn die Situation bleibt, wie sie ist, dann wäre das Jugendamt ein Ansprechpartner, weil das Jugendamt (da, wo ich wohne, ist es so) vor einer Herausnahme der Kinder alle denkbaren anderen Möglichkeiten prüft.
Mich überrascht es , dass Sie ganz offensiv mit der Möglichkeit, Ihre Kinder in ein Heim zu geben, unterwegs sind.
Wenn Ihre Beziehung zu den Kindern gut genug ist, dann sollte ein Heim meines Erachtens nicht so naheliegen.
-
Es gibt unterschiedliche Hilfeformen, die Ihnen das Jugendamt benennen sollte - Sie haben einen rechtlichen Anspruch auf Hilfe dort.
-
Zudem: haben Sie mit der Mutter die Frage des Unterhalts geregelt?
Was für ein soziales Netzwerk umgibt Sie (familiär, Verwandten-, Freundeskreis...)?
-
Wie geht es Ihren Kindern, nachdem die Mutter ohne sie nach Berlin gegangen ist?
Dass sie öfter krank sind, erscheint angesichts des plötzlichen Weggangs der Mutter und Ihrer Überforderungssituation ziemlich plausibel.
-
Sie sollten, wenn sich nicht gleich zum Jugendamt gehen möchten, zumindest eine Beratungsstelle vor Ort aufsuchen und Ihre Situation darlegen.
-
Wie immer: da wir hier im Forum sind:
Was denken mitlesende Eltern zur geschilderten Lage?
-
Herzliche Grüße -
bke - Christian Koch